Frequently Asked Questions

Saarmila ist ein Forschungs- und Transformationsprojekt zur nachhaltigen Mobilität im Saarland. Wir entwickeln gemeinsam mit Bürger*innen, Verwaltungen und Wissenschaft neue Lösungen für alltagsfreundliche, gerechte und klimaverträgliche Mobilität.
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Naming und Logo

Der Name „saarmila“ setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen. „Saar“ verweist als Hydronym auf den Fluss, der der Region ihren Namen gibt. Die Saar hat Mobilitätsformen über Jahrhunderte geprägt und eine Landschaft geformt, die bis heute stark durch infrastrukturelle Eingriffe bestimmt ist. „mila“ verweist auf einen weiblichen Vornamen. Gleichzeitig ist „-mil“ ein Namensbestandteil, der in zahlreichen weiblichen Vornamen vorkommt. Diese bewusste Assoziation macht Geschlechterrepräsentation sowie geschlechtsspezifische Fragestellungen in der Mobilitätsplanung sichtbar.

Für unser Logo und unsere Kommunikationsmedien verwenden wir die Guillemets « ». Diese typografischen Zeichen stellen eine visuelle Verbindung zwischen Schriftsprache (Diskurs) und Verkehrszeichen (Mobilität) her. Im Deutschen werden Guillemets üblicherweise in einer konvergierenden Ausrichtung verwendet (»…«), um ein direktes Zitat oder einen unmittelbaren Dialog zu kennzeichnen. Im Verkehrssystem hingegen dienen pfeilartige Zeichen dazu, Kurven, Richtungswechsel und Abzweigungen anzuzeigen. Sie kommunizieren sowohl durch Wiederholung („diesem Weg folgen“) als auch durch Divergenz („nach links“ oder „nach rechts“).

Wir verwenden die Guillemets bewusst in einer divergierenden Ausrichtung (« … ») – und zwar aus zwei Gründen. Zum einen interessieren wir uns für das Öffnen divergierender Dialoge sowie für das, was an den Rändern des etablierten Mobilitätsdiskurses geschieht – einen Bereich, der sich grafisch als „Zwischenraum der Dialoge“ darstellen lässt:
»Konventioneller Dialog« _____________ »Konventioneller Dialog« _____________ »Konventioneller Dialog«

Eine unkonventionelle typografische Geste steht zugleich sinnbildlich für unseren Forschungsansatz in der Mobilitätsforschung. Wir betreten ein etabliertes Forschungsfeld aus einer anderen Perspektive – ausgehend von den Bedürfnissen von Sorgearbeitenden und Kindern sowie durch partizipative Prozesse – und bringen dadurch bewusst eine Abweichung in ein planerisch etabliertes System ein.

Saarmila ist ein transdisziplinärer Verbund aus:

  • drei Verwaltungsebenen (Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz MUKMAV, Regionalverband Saarbrücken, Gemeinde Saarlouis),
  • zwei Forschungseinrichtungen (IZES & HBK saar),
  • einem zivilgesellschaftlichen Verein, der die Bürger*innenbeteiligung organisiert.
  • Diese Zusammenarbeit ermöglicht Perspektiven aus Verwaltungspraxis, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

    Wir möchten neue Mobilitätsangebote testen, bestehende Strukturen verbessern und gemeinsam Wege finden, wie Mobilität im Saarland sozial gerechter, umweltfreundlicher und alltagsnaher gestaltet werden kann – besonders für Schulen, Kitas, Menschen mit Betreuungspflichten und zur Verbesserung sozialer Teilhabe.

    Kinder, Eltern und Fachkräfte erleben die Auswirkungen autozentrierter Mobilität täglich – von Bring- und Abholverkehren bis zu unsicheren Wegen. Wir wollen Schul- und Kitawege sicherer und klimafreundlicher machen, Selbständigkeit ermöglichen und dabei die Bedürfnisse von Kindern stärker berücksichtigen.

    Über Workshops, Befragungen, kreative Beteiligungsformate und Reallabore. Ein zivilgesellschaftlicher Verein unterstützt uns dabei, Menschen vor Ort anzusprechen und ihre Ideen einzubinden. Auch Initiativen, Schulen, Kitas oder engagierte Einzelpersonen können sich aktiv melden.

    Reallabore sind Experimentierräume direkt vor Ort – zum Beispiel neue Mobilitätsangebote oder Schulweg-Experimente. Sie ermöglichen, Lösungen gemeinsam zu entwickeln, auszuprobieren und zu verbessern.

    Governance beschreibt, wie verschiedene Gruppen – Staat, Verwaltung, Wissenschaft und Bürgerinnen – gemeinsam Entscheidungen treffen, um Projekte zu planen, umzusetzen und zu überprüfen. Es geht darum, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten, Ideen einbringen und Lösungen ausprobieren.

    Wir freuen uns über jede Rückmeldung und Beteiligung. Ob Sie Anregungen haben, Probleme im Alltag beobachten, einen Beitrag leisten möchten oder mit einer Gruppe mitmachen wollen – schreiben Sie uns gern.

    Aktuell arbeiten wir u. a. an:

  • Mobilität an Schulen und Kitas,
  • Potenzialen von On-Demand-Angeboten,
  • Nahraumorientierung und Funktionsmischung,
  • der Kommunikation von Mobilitätswende,
  • neuen Formen der Bürger*innenbeteiligung.
  • Saarmila startete 2025 und läuft bis 2029. In dieser Zeit werden mehrere Reallabore entwickelt, durchgeführt und wissenschaftlich begleitet.

    Das Projekt wird durch Mittel des Bundes (BMFTR) gefördert.

    Sie können uns jederzeit über das Kontaktformular erreichen. Wir melden uns schnellstmöglich zurück.