Workshop
2025

Walkshop Saarlouis

Betrachtung und Kartierung des Bildungsquartiers Vogelsang in Saarlouis

Am 18.11.2025 führte das Projektteam „Saarmila“ im Bildungsquartier Vogelsang unter Rückgriff auf die Methodik der Promenadologie einen Walkshop durch, um das Quartier, welches die Grundschule im Vogelsang, die städtische Kindertagesstätte Metzer Wiesen und die evangelische Kindertagesstätte umfasst, besser kennenzulernen. Das Ziel war die bewusste und subjektive Wahrnehmung des Raums und daran anschließend die kritische Reflexion der Raumqualität besonders hinsichtlich der Sicherheit und der Aufenthaltsqualität. Wir starteten mit einem gemeinsamen Spaziergang, bei dem die Projektverantwortliche aus Saarlouis einen Überblick über die Umsetzung des Schulwegekonzept für das Bildungsquartier Vogelsang gab und die Schlüsselprojekte vor Ort erläuterte. Im Anschluss hatten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, das Quartier alleine und nach eigenem Ermessen frei zu erkunden.

Zur Unterstützung orientierten wir uns an folgenden Beobachtungsleitfragen:

1) Faktisch: Was sehe ich? Wie werden die Räume und die Wege gestaltet? (Gesamteindruck, Schulweg, Schulumfeld)

2) Emotional: Was fühle ich? Wie wirkt der Ort insgesamt auf mich?

3) Potenzial: Was könnte daraus entstehen? Welche (Zukunfts-)Potenziale spüre ich?

Zum weiteren Austausch über das Gesehene und Erlebte traf sich das Projektteam im Anschluss im Esther-Bejarano-Haus. Dort kartierten wir in zwei Gruppen das während des Spaziergangs Wahrgenommene in der Art des kognitiven Mappings. Dabei handelt es sich um eine Methode, die seit Langem Anwendung in der Stadtplanung findet. Die Grundidee besteht darin, durch Zusammentragen vieler individueller Wahrnehmungen eines ausgewählten Gebietes dessen Besonderheiten herauszuarbeiten. Entsprechend konnten alle im Austausch die eigenen Eindrücke des Quartiers berichten. Die zentralen Beobachtungen hielten wir auf Karten des Bildungsquartiers fest. Abschließend haben wir die Ergebnisse beider Gruppen gemeinsam besprochen. Dabei identifizierten wir besonders relevante Themen für die Schulwegeplanung und entwickelten aus dem Erlebten Fragestellungen für unsere weitere Arbeit. Im fortschreitenden Projektverlauf sollen verschiedene Nutzergruppen, wie Kinder, Eltern oder Seniorinnen und Senioren in ähnlicher Weise aktiv eingebunden werden und im Dialog ihre Wahrnehmungen, Bedürfnisse und Raumanforderungen ermittelt werden.


Team
Organisation: Catherina Grillmayer, Stadt Saarlouis