Macht, Geschlecht und autoritäre Mobilität

Vom 1. bis 4. September 2026 fand in London die Annual International Conference der Royal Geographical Society (RGS-IBG) statt, eine der größten internationalen Fachkonferenzen der Geographie. Unter dem diesjährigen Leitthema „Geographies of inequalities: towards just places“ diskutierten Forschende aus aller Welt, wie räumliche und gesellschaftliche Ungleichheiten entstehen, sich gegenseitig verstärken und überwunden werden können.
Für das Projekt Saarmila bot die Konferenz die Gelegenheit, aktuelle Ergebnisse in eine stärker theoretische Debatte über Mobilität, Macht und gesellschaftliche Ungleichheit einzubringen. Im Vortrag „Against the inevitability of cars: power, gender, and authoritarian mobility“ ging Dr. Andrea Amri-Henkel der Frage nach, warum automobile Mobilität so selbstverständlich erscheint und welche gesellschaftlichen Machtverhältnisse sich darin widerspiegeln…
Reallaborkonferenz 2026

Veränderung entsteht vor allem dann, wenn neue Ansätze nicht nur entwickelt, sondern gemeinsam erprobt und weitergedacht werden. Reallabore bieten dafür einen besonderen Rahmen, weil sie unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis zusammenbringen und ermöglichen, Lösungen direkt unter realen Bedingungen mit den Menschen vor Ort zu testen und anzupassen.
Am 16. Und 17. September fand in Leverkusen die Reallaborkonferenz 2026 statt. Unter dem Titel „Zurück in die Zukunft? Reallabore in Zeiten disruptiven Wandels“ kamen Akteur*innen aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Klassische Vorträge, zahlreiche Workshops, interaktive Formate und eine Exkursion boten vielfältige Einblicke in spannende Projekte und ermöglichten einen intensiven Austausch rund um das Thema Reallabore und deren Rolle in gesellschaftlichen, ökologischen und technologischen Umbruchzeiten.