Parking Day

Der internationale Aktionstag „Parking Day“ lädt dazu ein, Parkflächen anders zu nutzen, neue Möglichkeiten für den öffentlichen Raum zu erproben und miteinander ins Gespräch zu kommen. Am 19. September 2026 beteiligte sich unser «saarmila» -Netzwerk erstmals an der Initiative in Saarbrücken. Dabei hatten wir die Möglichkeit, zwei der insgesamt 32 Parkflächen zu gestalten, die im Straßenabschnitt zwischen Bleichstraße und Rosenstraße für einen Tag experimentell umgewidmet wurden. Währenddessen war die Straße ganz dem Fuß- und Radverkehr überlassen. So entstand ein neuer interaktiver Straßen-Raum, in dem gespielt, gesprochen, musiziert, informiert und begrünt wurde. Im Mittelpunkt der Aktion stand die Frage, wie wir als Gesellschaft künftig den begrenzten Raum in der Stadt nutzen wollen und welche übergeordneten Funktionen dieser dienen könnte. Wichtige Themen des öffentlichen Raums wie Aufenthaltsqualität, Flächengerechtigkeit zwischen einzelnen Verkehrsträgern und die in ihrer Bedeutung zunehmende Klimaanpassung wurden dem Erleben direkt zugänglich gemacht, wodurch der Austausch unmittelbar angeregt wurde.
Unterwegs in die Zukunft

Ein attraktiver, alltagstauglicher und gerechter öffentlicher Nahverkehr im Saarland kann gelingen, wenn innovative Ansätze, Erfahrungen und Perspektiven für eine zukunftsfähige Mobilität entwickelt werden.
Diesen Herausforderungen widmet sich der gemeinsame Mobilitätskongress des Ministeriums für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz MUKMAV gemeinsam mit dem IZES, dem Forschungsprojekt Saarmila und dem Kompetenzzentrum Future – Transportation – Society (FTS) der htw saar.
Der Kongress bringt Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Verkehrsunternehmen, Kommunen und Zivilgesellschaft zusammen und schafft Raum für Austausch, Reflexion, Vernetzung und neue Ideen rund um den ÖPNV und die Mobilität im Saarland…
Macht, Geschlecht und autoritäre Mobilität

Vom 1. bis 4. September 2026 fand in London die Annual International Conference der Royal Geographical Society (RGS-IBG) statt, eine der größten internationalen Fachkonferenzen der Geographie. Unter dem diesjährigen Leitthema „Geographies of inequalities: towards just places“ diskutierten Forschende aus aller Welt, wie räumliche und gesellschaftliche Ungleichheiten entstehen, sich gegenseitig verstärken und überwunden werden können.
Für das Projekt Saarmila bot die Konferenz die Gelegenheit, aktuelle Ergebnisse in eine stärker theoretische Debatte über Mobilität, Macht und gesellschaftliche Ungleichheit einzubringen. Im Vortrag „Against the inevitability of cars: power, gender, and authoritarian mobility“ ging Dr. Andrea Amri-Henkel der Frage nach, warum automobile Mobilität so selbstverständlich erscheint und welche gesellschaftlichen Machtverhältnisse sich darin widerspiegeln…
Fachtag Mobilität

Am 25.06.2026 fand im Saarbrücker Schloss ein erster Fachtag Mobilität im Rahmen des Forschungsprojekts Saarmila statt. Im Fokus der Veranstaltung lag die Frage, wie der kommunale und interkommunale Alltagsradverkehr im Regionalverband Saarbrücken gestärkt werden kann. Hierzu kamen Vertreter*innen aus nahezu allen Kommunen des Regionalverbandes, die Geschäftsführerin der AGFK Saarland sowie die in der Regionalverbandsverwaltung angesiedelte Straßenverkehrsbehörde zusammen.
Der Fachtag verfolgte das Ziel, die in den Regionalverbandskommunen für das Thema Radverkehr zuständigen Mitarbeitenden untereinander zu vernetzen und neue Austauschkanäle zu schaffen. Dieser Dialograum soll künftig zur Identifizierung gemeinsamer Herausforderungen und zugleich zur Formulierung von Unterstützungsbedarfen gegenüber dem Regionalverband dienen. Zum Einstieg in den Fachtag erfolgte eine interaktive Vorstellungsrunde, die gleichzeitig einen räumlichen Bezug zwischen den Anwesenden Kommunen herstellte. Darauf folgten zwei Impulsvorträge. Der erste durch die AGFK Saarland zum Thema interkommunale Vernetzung und ein weiterer durch die untere Straßenverkehrsbehörde des Regionalverbandes Saarbrücken. Dieser hatte die generelle Arbeitsweise zum Thema und verdeutlichte die behördeneigene Pflicht zur Gefahrenabwehr. Abgerundet wurde die Präsentation durch Praxisbeispiele aus den Kommunen, bei denen die Behörde die Umsetzung von Radverkehrsmaßnahmen begleitet hatte. Die unterschiedlichen Impulse wirkten dabei als Katalysator für einen angeregten Austausch zwischen den Anwesenden. Im abschließenden Workshop-Format wurde dann der entstandene Raum genutzt, um an einer gemeinsamen Vision für den Radverkehr im Regionalverband zu arbeiten. Welche Rolle soll der nachhaltige Verkehrsträger Fahrrad künftig im Mobilitätssystem des Regionalverbandes spielen? Auf welchen möglichen Zielzustand wollen wir gemeinsam hinarbeiten? Was genau zeichnet diesen Zustand aus? Zur Beantwortung dieser Fragestellung wurden erste Leitzielentwürfe erarbeitet, die über die Laufzeit des Forschungsprojekts stetig weiterentwickelt werden sollen. Als übergeordnetes Ergebnis könnte dann ein konsensfähiges Leitbild zur nachhaltigen Mobilität im Regionalverband entstehen, das perspektivisch auch als Inspiration für ein landesweites Leitbild fungieren kann. Genau hier möchte Saarmila mit seinem transformativen Forschungsansatz Impulse setzen, um diese Prozesse zu begleiten, zu fördern und zu skalieren.
Tag der Verkehrssicherheit

Nach intensiver Planung und Vorbereitung war es Samstag den 30.05.2026 endlich soweit: Der Verkehrssicherheitstag in Homburg startete und das «saarmila wohnzimmer» kam auf die Straße.
An vier Stationen konnten Familien mit Kindern und auch alle anderen Interessierte von ihren Mobilitätserfahrungen berichten. Im Zentrum des Austauschs standen…
Wiss.-Komm. und Diskurstheorie

Am 25.05. trafen wir uns zu einem Online-Workshop zum Thema wissenschaftliche Kommunikation . Ziel des Treffens war es, eine gemeinsame Grundlage hinsichtlich Terminologie, Logik und Vorgehensweisen zu schaffen, um die Aktivitäten unseres regionalen Netzwerks besser auszurichten. Wir gestalteten den Workshop interaktiv und wechselten dabei zwischen Phasen mit Fragen und Antworten zu Schlüsselbegriffen, der Präsentation thematischer Inhalte und einer offenen Diskussion ab. Unsere Analyse begann mit Überlegungen zu grundlegenden Begriffen wie „Kommunikation“ und „wissenschaftliche Kommunikation“, wobei wir uns über verschiedene Perspektiven austauschten und uns darauf konzentrierten, wie soziale, kulturelle und politische Rahmenbedingungen unsere Fähigkeit beeinflussen, Bedeutungen zu erzeugen bzw. auszuhandeln. Im Hinblick auf unsere Projektziele definierten wir die Möglichkeit, als „Agenda-Setter“ zu agieren und Themen der nachhaltigen Mobilität zu thematisieren, die in unserem regionalen Kontext als relevant erscheinen.
Das Thema der „strategischen Kommunikation“ erwies sich in unserer Diskussion als ein wichtiger Aspekt unserer Forschung. Dabei stellt sich die Frage, wie strategische Kommunikation mit unserem partizipativen Forschungsansatz verbunden werden kann. Einerseits möchten wir Forschungsprozesse und -ergebnisse gezielt und strategisch kommunizieren. Andererseits wollen wir unsere partizipative Arbeitsweise offen gestalten und als vermittelnde Akteurinnen („Bridging Actors“) unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen. Dazu gehört, verschiedene Akteurinnen aktiv in den Kommunikationsprozess einzubeziehen und ihnen die Möglichkeit zu geben, die Inhalte, Formen und Prozesse der wissenschaftlichen Kommunikation mitzugestalten. Dabei verstehen wir wissenschaftliche Kommunikation als eine Praxis, die sowohl strategisch als auch partizipativ ist. Dieses Verhältnis muss während des gesamten Projekts immer wieder reflektiert und hinterfragt werden. Das bedeutet für uns, wissenschaftliche Expertise und Autor*innenschaft einzubringen, gleichzeitig aber offen für andere Perspektiven und Formen der Beteiligung zu bleiben. Fragen können bewusst offenbleiben, Unsicherheiten und Ambivalenzen werden zugelassen. Expertise und Autor*innenschaft verstehen wir dabei nicht als feste Rollen, sondern als etwas, das im Prozess geteilt und gemeinsam entwickelt werden kann.
On-Demand-Verkehr

Am 05.05.2026 fand im Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz (MUKMAV) in Saarbrücken der 1. Stakeholderworkshop „On-Demand-Verkehr im Saarland“ im Rahmen des Forschungsprojektes Saarmila statt. Unter dem Thema „Gemeinsam für eine nachhaltige Skalierung der On-Demand-Verkehre im Saarland“ kamen Vertreter*innen aus den verschiedenen flitsaar-Projekten zusammen, darunter das MUKMAV, der ZPS sowie dieVerkehrsunternehmen, Aufgabentäger und Kommunen der drei flitsaar-Gebiete.
Walkshop Saarlouis

Am 18.11.2025 führte das Projektteam „Saarmila“ im Bildungsquartier Vogelsang unter Rückgriff auf die Methodik der Promenadologie einen Walkshop durch, um das Quartier, welches die Grundschule im Vogelsang, die städtische Kindertagesstätte Metzer Wiesen und die evangelische Kindertagesstätte umfasst, besser kennenzulernen. Das Ziel war die bewusste und subjektive Wahrnehmung des Raums und daran anschließend die kritische Reflexion der Raumqualität besonders hinsichtlich der Sicherheit und der Aufenthaltsqualität. Wir starteten mit einem gemeinsamen Spaziergang, bei dem die Projektverantwortliche aus Saarlouis einen Überblick über die Umsetzung des Schulwegekonzept für das Bildungsquartier Vogelsang gab und die Schlüsselprojekte vor Ort erläuterte. Im Anschluss hatten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, das Quartier alleine und nach eigenem Ermessen frei zu erkunden.
Reallaborkonferenz 2026

Veränderung entsteht vor allem dann, wenn neue Ansätze nicht nur entwickelt, sondern gemeinsam erprobt und weitergedacht werden. Reallabore bieten dafür einen besonderen Rahmen, weil sie unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis zusammenbringen und ermöglichen, Lösungen direkt unter realen Bedingungen mit den Menschen vor Ort zu testen und anzupassen.
Am 16. Und 17. September fand in Leverkusen die Reallaborkonferenz 2026 statt. Unter dem Titel „Zurück in die Zukunft? Reallabore in Zeiten disruptiven Wandels“ kamen Akteur*innen aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Klassische Vorträge, zahlreiche Workshops, interaktive Formate und eine Exkursion boten vielfältige Einblicke in spannende Projekte und ermöglichten einen intensiven Austausch rund um das Thema Reallabore und deren Rolle in gesellschaftlichen, ökologischen und technologischen Umbruchzeiten.