


Wir wollen das Potenzial zur Nutzung von On-Demand-Angeboten identifizieren, insbesondere zur Entlastung von Sorgearbeitleistenden (z.B. Kinder-Bring-Dienste) sowie zur Verbesserung der allgemeinen Teilhabe an Mobilität. Die Reallaborforschung in diesem Themenbereich lässt sich anhand der vom MUKMAV geförderten On-Demand-Projekte realisieren.
«Wie können Barrieren abgebaut werden?» «Wo gibt es Versorgungslücken im jeweiligen Mobilitätsbedarf?» «Wie wirken politische Anreize?» «Welchen Einfluss haben zielgerichtete Mobilitätsangebote auf das Mobilitätsverhalten?»
Unter dem Motto „Sammeltaxi statt Elterntaxi“ soll hierbei als Pop-Up-Maßnahme über einen Zeitraum von einigen Wochen hinweg ein neues Mobilitätsangebot für Freizeitverkehre von Kindern und Jugendlichen geschaffen, beworben und getestet sowie anschließend ausgewertet werden.
Den Bereich Mobilität an Schulen und Kitas bearbeiten hauptsächlich die Stadt Saarlouis und der Regionalverband Saarbrücken. Dabei wird ein systemischer Empowerment Ansatz verfolgt, der auf die Mobilitätsbedürfnisse von Kindern fokussiert und gleichzeitig Rahmenbedingungen adressiert.
«Wie kann motorisierter Individualverkehr reduziert werden?» «Welche Steuerung ist notwendig?» «Welche Faktoren sind für die Akzeptanz von Alltagsradverkehr relevant?» «Wie werden lokale Akteur*innen einbezogen?»
Unter der Perspektive „selbständige Kinder, entlastete Eltern – mehr Lebensqualität für alle durch weniger Verkehr“ soll eine Pop-Up-Maßnahme entwickelt, getestet und ausgewertet werden. Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse des durch Saarlouis derzeit umgesetzten Schulwegekonzeptes ist die Maßnahme potenziell dazu geeignet, zu einer Verbesserung der Verkehrssituation an Schulen und Kitas beizutragen.
Wir wollen unsere Kommunikation ganzheitlich gestalten und legen dabei Wert auf Partizipation als Instrument zur Stärkung und Inklusion. Partizipatives Design wird unser Reallabor prägen und dialogische Räume definieren, in denen neue Möglichkeiten erprobt werden können.
«Wie lassen sich unterschiedliche Perspektiven in einen Dialog einbringen?» «Wie lässt sich ein konstruktiver Dialog über den Stand der Mobilität anstoßen?» «Wie können wir Prozesse und Ergebnisse kommunizieren?» «Was macht den Erfolg einer partizipativen Kommunikationsstrategie aus?»
Das Projekt möchte transformative Prozesse, Prototyping und Experimente in bestehenden räumlichen Strukturen katalysieren. Partizipative Kommunikation stellt eine Möglichkeit dar, diese Prozesse zu flankieren, auch unter Berücksichtigung der sozialen und kulturellen Orientierungen verschiedener Interessengruppen.